Das Konzept:

Das Heinrich Harrer Museum in Hüttenberg beherbergt neben ca. 4000 Ausstellungstücken ein sehr umfangreiches Archiv mit ca. 70.000 Dias, 60.000 Fotos und 80.000 schriftlichen Dokumenten in denen Heinrich Harrer seine Forschungsreisen in alle Welt dokumentiert hat. Ein Teil dieser bis zu 60 Jahre alten Zeugnisse von Forschungsreisen in alle Welt ist auf Grund des Alters vom Verfall bedroht und wären, da manche Kulturen in ihrer ursprünglichen Form heute nicht mehr existieren bzw. mittlerweile nicht mehr zugänglich sind, unwiederbringlich verloren.

Das Projekt wurde am 24. September 04 in Anwesenheit von Prof. Heinrich Harrer und zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik und Presse der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den ersten Wochen nach dem offiziellen Projektstart am 4. Oktober 04 renovierten und adaptierten wir die von der Gemeinde Klein St. Paul zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten im Gemeindeamt.

Mit jeder/m der Jugendlichen wurde ein persönlicher Plan erstellt, der die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten den Zukunftsplänen und Jobwünschen gegenüberstellte um vorhandene Defizite zu erkennen und durch gezielte Aus- und Weiterbildung (learning by doing) beseitigen zu können.


Neben der Tätigkeit im Projekt (scannen, dokumentieren), die einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt, wird jede/r Jugendliche in einem Rotationsprinzip in allen Tätigkeitsbereichen der 4everyoung.at eingesetzt und kann so Erfahrungen in verschiedensten Arbeitsbereichen sammeln. Um nicht nur Arbeitsalltag zu simulieren, sondern die Jugendlichen optimal auf den echten Arbeitsalltag vorzubereiten führen diese Aufträge vieler Kooperationspartner aus Wirtschaft (Telekom, ACP, Haidronic, IBIS Acam, GS-Metallbauforum, Arge Naturschutz Hörfeldmoor, Regionalmanagement Mittelkärnten, österreichische Hebammenzeitung, Aktion Leben uvm und öffentlicher Hand (Land Kärnten, Bundessozialamt Kärnten, soziale Einrichtungen in Kärnten) begleitet durch.


Insbesondere die generationenverbindende Arbeit mit SeniorInnen und Jugendlichen als Empowermentmöglichkeit hat sich für die uns anvertrauten jungen Menschen bewährt. In der Arbeit mit körper- und geistig beeinträchtigten Menschen kann für beide Teile wertvolle Arbeit geleistet werden, da hier sonst nicht mögliche Zeitressourcen aufgebracht werden können und gerade die Jugendlichen sich als sehr einfühlsame und geduldige EinzeltrainerInnen bewährt haben.

Die Tätigkeitsfelder der 4everyoung in welchen sich die Jugendlichen Fähigkeiten aneignen und Erfahrungen sammeln können umfassen allgemeine Administration, Technik und Schulung sowohl in der Zentrale in Klagenfurt als auch im TeleZentrum in Klein St. Paul.

Der Umgang mit KundInnen und die Annahme von Aufträgen, Telefondienst sowie Gestaltung und Pflege der Räumlichkeiten gehören ebenfalls zu den Aufgaben in der Administration.
Der Bereich Technik umfasst anfangs die Assistenz bei der Behebung, später auch eigenständige Lösung von Problemen, die beim alltäglichen Umgang mit PC und Internet auftauchen. Beratung bei allfälligen Neuanschaffungen von Hardware und Internetzugängen und Begleitung von Technikern bei Aufträgen außer Haus gehören ebenfalls zum Einsatzgebiet.
Die Jugendlichen können auch im Schulungsbereich als CotrainerIn bei Einzel- oder Gruppenschulungen Erfahrung sammeln und bei entsprechenden fachlichen Kenntnissen und persönlicher Reife selbständig kleinere Schulungsaufträge erledigen.
Durch diese vielfältigen Arbeitsbereiche ist es möglich, persönliche Stärken herauszuarbeiten, sich in bestimmten Bereichen weiterzuentwickeln, Erfahrungen zu sammeln und somit für die Zukunft am ersten Arbeitsmarkt besser gewappnet zu sein.
Mit Unterstützung eines professionellen Personalcoaches werden Strategien bei der Jobsuche erarbeitet, Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche trainiert.
Neben den ½ jährlichen ausführlichen Projektberichtet an die FördergeberInnen wurde auch intern laufend ein Soll/Ist Stand erhoben und dieser auch mit den Mitarbeitern des Heinrich Harrer Museums abgeglichen.

 

Das Projekt wurde Mitte Juli 05 beim jährlich stattfindenden „Fest der Kulturen“ im Heinrich Harrer Museum präsentiert und dabei der Öffentlichkeit erstmals die Gelegenheit geboten, einen Teil der bereits digitalisierten Dias zu betrachten.

Bis Ende September 2008 wurden ca. 70.000 Dias eingescannt, in die Datenbank eingelesen und, falls vorhanden, zusätzliche Informationen gespeichert.